Persovenversicherungen

Die private Krankenversicherung

Eine private Krankenversicherung kommt für diejenigen in Frage, die nicht gesetzlich pflichtversichert sind.  Dazu gehören zum Beispiel die Personengruppen der Selbstständigen und Freiberufler, Beamte, sehr gut verdienende Arbeitnehmer (Einkommen oberhalb von 57.600 €, Angaben beziehen sich auf das Jahr 2017) sowie Studenten. Damit sich Studenten privat voll krankenversichern können, müssen sie sich von der gesetzlichen Versicherungspflicht befreien lassen oder mindestens 30 Jahre alt sein.

Doch auch gesetzlich pflichtversicherte können eine private Krankenversicherung abschließen. Dabei handelt es sich um eine Zusatzversicherung. Diese deckt individuell ausgewählte Risiken ab, die nicht oder nur zum Teil über die gesetzliche Krankenversicherung abgedeckt sind. Dazu gehört beispielsweise eine Versicherung für Zahnersatz oder für alternative Behandlungen (Homöophatie).

Die Reisekrankenversicherung

Im Urlaub greift die normale Krankenversicherung nicht in jedem Fall. Das hängt davon ab, wo die Reise hingeht. In Europa zahlt in der Regel die gesetzliche oder private Krankenversicherung die Krankheitskosten in ähnlichem Maße wie in Deutschland. Ist eine Behandlung im Ausland teurer als in Deutschland, bezahlt die Versicherung dennoch nur bis zu einer festgelegten Grenze (Festzuschuss). Die übersteigenden Kosten müssen vom Patienten selber übernommen werden.

Es gibt Kurzzeitverträge für eine einzelne Urlaubsreise oder längerfristige Verträge, die zum Beispiel sämtliche Reisen in einem Zeitraum von 12 Monaten oder länger abdecken. Die Reisekrankenversicherung übernimmt nicht nur Krankheitskosten, sondern sie trägt auch die Kosten einer medizinisch notwendigen Rückführung nach Deutschland.

Die Lebensversicherung

Eine Lebensversicherung sichert die Risiken Tod oder Invalidität ab, außerdem kann sie als Altersvorsorge dienen. Es gibt verschiedene Vertragsvarianten, die sich am Risikoprofil der Versicherten Person orientieren. Im sicherheitsorientierten Versicherungsvertrag ist eine bestimmte Versicherungssumme vereinbart, die die Versicherung nach einer vorher festgelegten Anzahl von Jahren (Erlebensfall) oder im Todesfall mindestens auszahlt. Verträge für risikobereite Versicherungen beinhalten oft Aktienpapiere, die Einfluss auf den später fälligen Auszahlungsbetrag nehmen.

Die Unfallversicherung

Die Unfallversicherung tritt ein, wenn die Gesundheit nach einem Unfall stark beeinträchtigt ist. Das kann durch bleibende Invalidität sein oder durch einen längeren Heilungsprozess. Dabei gibt es zwei verschiedene Unfallversicherungen: Die gesetzliche Unfallversicherung, mit der Unfälle auf dem Weg zur Arbeit abgesichert sind und die private Unfallversicherung für den Privatbereich. Sie greift bei Unfällen in der Freizeit, beim Sport und im Haushalt. Laut Statistik passieren 70 Prozent der Unfälle in der Freizeit. Hier sollte jeder sein individuelles Risiko abwägen und selbst einschätzen, ob diese Versicherung notwendig ist.

Die Berufsunfähigkeitsversicherung

Die Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt im Fall einer festgestellten Berufsunfähigkeit die vereinbarten Versicherungsleistungen. Das ist die so genannte Berufsunfähigkeitsrente. Die versicherte Person erhält dabei monatlich einen festen Betrag, um den Lebensunterhalt zu bestreiten. Viele Verträge sind nach dem Grad der Berufsunfähigkeit gestaffelt. Je höher der Berufsunfähigkeitsgrad, desto höher fällt die Auszahlung aus.

Darüber hinaus gibt es eine Reihe weiterer Kriterien bezüglich der Tarife und Anbieter der Berufsunfähigkeitsversicherungen zu beachten. Die Krankenkassen-Zentrale bietet etwa eine Übersicht verschiedener Testergebnisse der Berufsunfähigkeitsversicherungen.

Die Reiserücktrittskostenversicherung

Die Reiserücktrittskostenversicherung deckt das Risiko des Nichtantritts einer Reise ab. Die Gründe für einen Reiserücktritt können vielfältig sein. Plötzliche berufliche Veränderungen, Erkrankungen, Schwangerschaft oder ein Todesfall in der Familie können dazu führen, dass eine Reise nicht stattfinden kann. Sind diese Risiken im Vertrag explizit versichert, dann greift der Versicherungsschutz. Durch die stornierte Reise entsteht eine finanzielle Belastung, die sich durch eine Reiserücktrittskostenversicherung verringern lässt. In vielen Fällen erstatten die Reiseveranstalter einen Teil der bereits gezahlten Reisekosten. Reiserücktrittsversicherungen übernehmen vorbehaltlich eines Eigenanteils den Rest, wozu auch die anfallenden Stornokosten gehören.

Die Rechtsschutzversicherung

Die private Rechtsschutzversicherung tritt bei Rechtsstreitigkeiten im privaten Bereich ein, beispielsweise bei Schadenersatzsachen, Bußgeldverfahren, Strafrechtssachen oder Auseinandersetzungen vor dem Sozialgericht. Sie übernimmt alle Instanzen, die Kosten für Gutachter, Zeugen, Sachverständige, Anwalt und Gericht. Grundvoraussetzung ist allerdings, dass der Rechtsstreit Aussicht auf Erfolg hat. Für mutwillig herbeigeführte Rechtsstreitigkeiten oder einen zu hohen Aufwand im Verhältnis zum angestrebten Erfolg bezahlt die Rechtsschutzversicherung nicht. Je nach Gestaltung der Police übernehmen Rechtschutzversicherungen auch berufliche Streitigkeiten und Verkehrsrechtschutzangelegenheiten. Experten raten dazu, den Umfang des Versicherungsschutzes auf die individuellen Anforderungen anzupassen.

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